| Leitender Psychologe: | |
| Herr Dr. phil. Dipl.-Psych. Utz Ullmann, Psychologischer Psychotherapeut Tel: 0345/132-7484 |
Sekretariat:
Frau Kitzing Tel: 0345/132-7479 Fax: 0345/132-7486 |
| Mitarbeiter: |
| Frau Dipl.-Psych. Barbara Schulz
Tel: 0345/132-7487 |
| Frau Dipl.-Psych. Nancy Trinkaus-Herz
Tel: 0345/132-7480 |
| Herr Dipl.-Psych. Thomas Schmidt
Tel: 0345/132-7480/-87 |
| Frau Dipl.-Psych. Antje Lübbert Psychologische Psychotherapeutin/Klinische Neuropsychologin, GNP Tel: 0345/132-7483 |
Die psychologische Betreuung von Patienten mit schweren Verletzungen bzw. chronifizierten Beschwerden, die Begleitung von Angehörigen sowie die Beratung und Supervision der medizinischen Behandlungsteams sind Aufgaben der Medizinpsychologen in den Kliniken Bergmannstrost. Die Behandlungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken, dem Pflege- und Sozialdienst, der Physio-, Ergo- und Logotherapie sowie der Seelsorge des Hauses.
Hilfestellungen bei der individuellen Bewältigung völlig neuer Lebenssituationen, die Förderung der Verarbeitung einer einschneidenden Krankheit sowie Therapien zur Annahme eines veränderten Körperbildes stehen im Vordergrund. Unfallereignisse sind traumatische Situationen im Leben eines Menschen. Durch Gespräche über das Erleben und Verhalten während und nach dem Unfall kann die psychische Belastung reduziert werden.
Patienten mit erheblichen körperlichen Funktionseinschränkungen sind meist auch psychisch hoch belastet. Psychotherapeutische Hilfestellungen bei der Annahme einer prothetischen Versorgung oder der Aussicht auf lebenslang notwendige medizinische Maßnahmen werden durch die Abteilung angeboten.
In Gesprächen werden Zukunftsorientierungen, die Beziehung zu Angehörigen und zum medizinischen Team bzw. die neue Lebensausrichtung thematisiert. Die Betreuung fördert die Krankheitsbewältigung und das Lebenlernen mit Behinderungen.
Weiterhin ist es Aufgabe der Psychologen, die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzzuständen zu analysieren und Veränderungen des Schmerzerlebens, auch bei rein körperlich bedingten Schmerzen, zu fördern. Das Erlernen von Entspannungsverfahren wird angeboten.
Das individuelle Erleben des Klinikalltags kann durch die Arbeit von Psychologen positiv beeinflußt werden. So werden durch gesprächs- oder verhaltenstherapeutische Interventionen präoperative Ängste abgebaut und notwendige langwierige belastende medizinische Eingriffe besser toleriert.
Alle technischen Hilfsmittel für den Patienten können nur wirksam werden, wenn es gelingt, den Betroffenen zu aktivieren sich selbst zu helfen.
Außerdem können bei Indikation psychotherapeutische Weiterbehandlungen durch niedergelassene Psychotherapeuten oder entsprechender stationäre Einrichtungen vermittelt werden.
Bei Bedarf wird durch die Abteilung auch die Betreuung von Angehörigen Schwerstverletzter angeboten. Die nahen Bezugspersonen sind häufig nur mit hohem psychischem Aufwand in der Lage, die veränderte Lebenssituation zu meistern und dem Patienten zur Seite zu stehen. Bei Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem verletzten Verwandten, bei der Unterstützung der Verarbeitung der veränderten Lebenssituationen oder nach dem Verlust eines nahen Angehörigen sind entlastende und zukunftsorientierte Gespräche hilfreich.
Neben der direkten therapeutischen, stützenden oder beratenden Arbeit mit Patienten und deren Angehörigen werden die medizinischen Behandlungsteams supervidiert und fortgebildet, um die Patientenversorgung zu verbessern. Dabei werden förderliche oder hemmende Bedingungen im Umgang mit dem Patienten analysiert und im jeweiligen Team besprochen. Zur Unterstützung in Krisensituationen des Personals, z.B. in extremen Streßsituationen, stehen die Psychologen des Hauses zur Verfügung.
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie wird die Lehrveranstaltung "Einführung in die Klinische Medizin" durchgeführt. Dabei wird an Fallbeispielen die Bedeutung des engen Zusammenwirkens von vorklinischen und klinischen Fächern bei der Patientenversorgung demonstriert. Zum Beispiel können Studenten Patienten explorieren, um durch die praktischen Übungen Techniken der Gesprächsführung zu erlernen.
Forschungsvorhaben sind Themen wie die spezifische Krankheitsverarbeitung von traumatisierten Patienten oder Biofeedbackmethoden bzw. Imaginationstechniken in der Rehabilitation von Para- und Tetraplegikern. Aber auch Lebensqualitätsmessungen bei neuen Behandlungsmethoden und neuropsychologische Forschungsansätze in Diagnostik und Therapie bilden die Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit mit allen Kliniken und Abteilungen des Hauses.
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